Initiative Sammler aus Deutschland und Frankreich (Biebel, Gottstein, Petrocochino) liessen erste Figurenentwürfe, die von hervorragenden Zeichnern (Bombled, Wilke, Rousselot) gestaltet wurden, von guten Graveuren in Schiefer stechen. Bereits 1910-12 gab die Offizin Heinrichsen in Nürnberg, einzelne kleine Serien «im Auftrage» der Sammler heraus (Franz. Gardeartillerie Napoléon I.). Alle diese Figuren wurden von Ludwig Frank graviert.
Ab 1923 verlies Frank die Firma Heinrichsen und gravierte selbständig für Hahnemann (Kiel), Biebel (Berlin), Gottstein (Leibzig) und Petrocochino (Paris). Hahnemann gründete 1924 die «Fabrik für kulturhistorische Zinnfiguren» in Kiel. Auch hier wurden von Sammlern initiierte Serien ins Programm aufgenommen, oftmals auch unter finanzieller Beteiligung. Gleichzeitig schlossen sich die Deutschen Sammler im Klio-Bund zusammen.
Bei der grossen Zinnfigurenausstellung 1932 in Leipzig wurden viele dieser neuen Figuren einem breiten Publikum präsentiert. Das Interesse und die Besucherzahlen waren überragend gross. Aufsehen erregte vor allem auch die hervorragend bemalten Figuren von Gottstein. Für ihn malten Meister wie O. Kemnow, Berlin sowie V. Douschkine und M. Hamel, Paris. Viele dieser Figuren können heute im «Musée militaire vaudois» in Morges besichtigt werden.


